Das Astronomische Jahr 2021

Dieser Artikel beinhaltet alle sehenswerten Ereignisse am Sternenhimmel im Jahr 2021.

Januar und Februar

02.01.2020 – Perihel Erde zur Sonne (die Erde ist der Sonne am Nächsten – 147 Millionen km)

03.01.2020 – Sternschnuppenregen der Quadranditen (bis 120 Sternschnuppen pro Stunde)

zweite Januarwoche Abendsichtbarkeit Merkur – Begegnung mit Saturn und Jupiter

27.02.2021 – Vollmond

Wintersechseck – Sirius (großer Hund); Prokyon (kleiner Hund); Pollux(Zwillinge); Kapella (Fuhrmann); Aldebaran(Stier); Riegel (Orion)

März

Merkur – gute Sichtbarkeit am Morgen (Jupiter und Merkur treffen sich am Morgenhimmel – 03.03.21 bis 05.03.21)

Frühlingsanfang – 20.03.2021 10:37 (Tag-Nacht-Gleiche)

Löwengalaxy – Leotriplett

April

junge Mondsichel steht hoch am Himmel – man sieht den ganzen Mond, obwohl nur ein schmaler Streifen beleuchtet wird (leuchtet durch reflektiertes Licht von der Erde)

22.04.2021 Lyriden – Sternschnuppenregen (18 Schnuppen pro Stunde) ; durch 75% beleuchteten Mond und Maximum am Nachmittag wird eher wenig zu sehen sein

25.04.2021 Merkur begegnet Venus in der Abenddämmerung

Mai

26.05.2021 – Mondfinsternis – nicht bei uns sichtbar

26.05.2021 – Supervollmond

Juni

10.06.2021 – Sonnenfinsternis – nur partielle Sonnenfinsternis in Deutschland

21.06.2021 05:32 Sommersonnenwende

Juli

11.-15.07.2021 Venus und Mars begegnen sich

Sommermilchstraße beobachten

Sommersternbilder – Sommerdreieck (Deneb (Schwan); Wega(Leier); Altair(Adler))

August

02.08.2021 Saturn steht in Opposition zur Sonne (beste Beobachtungsmöglichkeit)

08.08.2021 Sternschnuppenstrom der Perseiden (100-150 Sternschnuppen pro Stunde)

21.08.2021 Jupiter steht in Opposition zur Sonne

September

22.09.2021 – Tag-Nachtgleiche – Herbstanfang

Plejaden(M45) kündigen den Winter an

Oktober und November

07.-09.10.2021 Sternschnuppen der Draconiden

Morgensichtbarkeit (20.10.21 bis 10.11.21) Merkur sehr gut am östlichen Himmel

08.11.21 bis 12.11.21 Begegnung von Merkur und Mars

04./05.11.21 Uranus in Opposition

Dezember

04.12.2021 totale Sonnenfinsternis – nicht bei uns zu sehen

09.12.2021 Venus besonders hell am Abendhimmel

29.12.2021 Venus und Merkur am Abendhimmel

Quelle dieses Artikels ist das Video des Physikalischen Vereins zur Astronomischen Jahresvorschau 2021.

Sternenhimmel über Brachwitz – 25.12.2020

Der erste Weihnachtsfeiertag 2020 war klar und wolkenfrei. Diese vielleicht letzte Chance in diesem Jahr musste genutzt werden. Nebel und Sternenhaufen standen auf der Agenda.

Passend zu Weihnachten wurde der Sternenhaufen „Christmas Tree Cluster“ angefahren.

Durch extra lange Belichtungszeiten konnte auch der Flammennebel und der Pferdekopfnebel sichtbar gemacht werden.

Sehr schöne Objekte…aber seht selbst.

Mathias Hoßbach – Sternwarte Brachwitz

Sternenhimmel über Brachwitz – 19.12.2020

Lange hat es gedauert, aber es hat immer etwas gefehlt. Entweder fehlte die Zeit oder der Himmel war bedeckt.
Nun stand die Saturn-Jupiter-Konjunktion ins Haus und die Wetterprognose für den 21.12.2020 war schlecht.

Deswegen wurde die Chance genutzt und gleich nach Sonnenuntergang der Garten bezogen. Mit Kamera, Fernglas und eVscope ging es an die Beobachtung des Nachthimmels.

Schnell wurde Jupiter und Saturn entdeckt und wir genossen das Schauspiel am Himmel.

Neben Saturn und Jupiter konnte man auch die Jupitermonde Callisto, Ganymede und Europa, sowie den Saturnmond Titan erkennen.

Hier zeigen sich jedoch die Leistungsgrenzen des eVscopes auf.

Im weiteren Verlauf der Nacht, gab es noch gute Bilder vom zunehmenden Mond, einige Nebel und Sternenhaufen.

Schon jetzt freue ich mich auf die nächste klare Nacht.

Mathias Hoßbach – Sternwarte Brachwitz

Sternenhimmel über Brachwitz – 07.11.2020

Am 07.11.2020 war es endlich soweit. Zeit, Wetter und Dunkelheit passten zusammen, so dass ich endlich wieder mal mein Teleskop rausholen konnte.

Es war ziemlich kalt, aber zum Glück trocken genug, dass sich kein Nebel bildete.

Hier seht ihr die besten Bilder der kurzen Himmelsbeobachtung.

Challenge of the week – M104, the Sombrero Galaxy

Neue Woche, neue Herausforderung für das eVscope. Diesmal wird die Sombrero Galaxie (Messier 104) gesucht.

Nachdem es dunkel wurde, habe ich die Chance genutzt, denn die Aussichten für den Rest der Woche sind eher wolkig.

Kurz ausgerichtet und eine Minute später hat das eVscope die wunderschöne Galaxie schon präsentiert.

M 104 wurde am 9. April 1781 von Pierre Méchain entdeckt, wie dieser am 6. Mai 1783 in einem Brief angibt. Im selben Jahr am 11. Mai nahm Charles Messier sie in seinen Katalog auf. Unabhängig davon entdeckte Wilhelm Herschel die Galaxie am 9. Mai 1794.

M104, auch bekannt als NGC 4594, liegt im Sternbild Jungfrau in scheinbarer Nähe zum Virgo-Galaxienhaufen. Mit einer Entfernung von 30 Millionen Lichtjahren ist die Sombrerogalaxie allerdings der Milchstraße um einiges näher als dieser Galaxienhaufen und wird deshalb nicht als Mitglied dieses Haufens angesehen. Die Helligkeit dieser Spiralgalaxie beträgt 8,0 Größenklassen. Damit ist diese Spiralgalaxie eine der scheinbar hellsten am Nachthimmel und in jedem kleinen Teleskop sichtbar. Die scheinbare Ausdehnung beträgt 9 Bogenminuten entlang der großen Achse, also ein gutes Viertel des Monddurchmessers. Dem entspricht ein wahrer Durchmesser von etwa 50.000 Lichtjahren.

Seht selbst.

Challenge of the week – NGC 40 – Bow Tie Nebular

Diese Woche ist das Ziel der Beobachtung der planetarische Nebel NGC 40 – auch Bow Tie Nebel genannt.

Der Nebel ist 3500 Lichtjahre entfern und erstreckt sich über 1 Lichtjahr. Entstanden ist er aus einem sterbenden Stern, welcher seine äußeren Schichten abgeworfen hat. Auch unsere Sonne wird wohl in einem solchen Nebel enden, doch keine Angst, das dauert noch rund 5 Milliarden Jahre.

Entdeckt wurde der Nebel am 25. November 1788 vom Astronom und Komponisten William Herschel.

NGC 40 - Bow Tie Nebel

Komet Atlas – Ergebnis der globalen Beobachtungskampagne

Vor wenigen Tagen habe ich den Kometen Atlas mit meinem eVscope beobachtet und die Daten Unistellar zur Verfügung gestellt.

Nun ist das Ergebnis fertig. Ein Super-Bild aus Daten von 40 auserwählten eVscope Besitzern in Europa. Und die Sternwarte Brachwitz ist mit dabei.

Super Bild aus den gesammelten Daten.

Es soll und wird weitere Projekte geben, wie die Beobachtung einer neuen Supernova und dessen Heimatgalaxie. Möglich ist dies nur durch ein Netzwerk dieser mobilen und leistungsstarken Teleskope.

CS, Mathias

Sternenhimmel über Brachwitz – 11.04.2020

Der Sternenhimmel war wieder sehr klar, keine Wolken und gute Sichtbedingungen, da der Mond erst kurz vor Mitternacht aufgegangen ist. Neben dem Kometen Atlas konnte ich wieder schöne Galaxien einfangen. Seht selbst.

Komet Atlas- globale Beobachtungs-Kampagne

Unistellar und das SETI Institut erstellen regelmäßig gemeinschaftliche Forschungsprojekte für und mit den eVscope-Nutzern. Dabei sucht man nach Exoplaneten oder eben Kometen. Durch die Datenzusammenfassung aller eVscope Nutzer können deutlich bessere Modelle entwickelt werden. Verantwortlich beim Seti-Institut ist der führende Astronom Dr. Franck Marchis.

Gestern, den 11.04.2020, gab es wieder ein gemeinschaftliches Beobachtungsobjekt – den Kometen ATLAS. Der Komet soll nach Berechnungen an der Erde vorbeifliegen und dann mit bloßem Auge sichtbar sein.

Derzeit ist er noch zu weit weg, aber mit dem eVscope und den Koordinaten schnell zu finden.

Natürlich habe ich auch ein paar Bilder vom Kometen dem Artikel angefügt. Seht selbst.

Challenge of the week – M13, the Hercules Globular Cluster

Unistellar Optics, die Erfinder des eVscope, machen das Sternegucken zum gemeinschaftlichen Abenteuer. Nahezu jede Woche gibt es ein neues Objekt was beobachtet wird und die Bilder davon verglichen werden.

Zusätzlich gibt es noch Forschungsprojekte des Seti Instituts, wie das finden von Ego-Planeten oder Kometen.

Diese Woche wird Messier 13 – Herkuleshaufen gesucht und man kann sich darüber informieren. Es handelt sich um einen Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules.

M13 ist der hellste Kugelsternhaufen am Nordhimmel und wurde schon 1714 von dem englischen Astronomen Sir Edmond Halley entdeckt. Er ist etwa 25.100 Lichtjahre von der Sonne entfernt (die Angaben schwanken zwischen 23.000 und 26.000 Lj), hat die 300.000-fache Leuchtkraft der Sonne und einen Durchmesser von 150 Lichtjahren.