Komet Atlas – Ergebnis der globalen Beobachtungskampagne

Vor wenigen Tagen habe ich den Kometen Atlas mit meinem eVscope beobachtet und die Daten Unistellar zur Verfügung gestellt.

Nun ist das Ergebnis fertig. Ein Super-Bild aus Daten von 40 auserwählten eVscope Besitzern in Europa. Und die Sternwarte Brachwitz ist mit dabei.

Super Bild aus den gesammelten Daten.

Es soll und wird weitere Projekte geben, wie die Beobachtung einer neuen Supernova und dessen Heimatgalaxie. Möglich ist dies nur durch ein Netzwerk dieser mobilen und leistungsstarken Teleskope.

CS, Mathias

Komet Atlas- globale Beobachtungs-Kampagne

Unistellar und das SETI Institut erstellen regelmäßig gemeinschaftliche Forschungsprojekte für und mit den eVscope-Nutzern. Dabei sucht man nach Exoplaneten oder eben Kometen. Durch die Datenzusammenfassung aller eVscope Nutzer können deutlich bessere Modelle entwickelt werden. Verantwortlich beim Seti-Institut ist der führende Astronom Dr. Franck Marchis.

Gestern, den 11.04.2020, gab es wieder ein gemeinschaftliches Beobachtungsobjekt – den Kometen ATLAS. Der Komet soll nach Berechnungen an der Erde vorbeifliegen und dann mit bloßem Auge sichtbar sein.

Derzeit ist er noch zu weit weg, aber mit dem eVscope und den Koordinaten schnell zu finden.

Natürlich habe ich auch ein paar Bilder vom Kometen dem Artikel angefügt. Seht selbst.

Challenge of the week – M13, the Hercules Globular Cluster

Unistellar Optics, die Erfinder des eVscope, machen das Sternegucken zum gemeinschaftlichen Abenteuer. Nahezu jede Woche gibt es ein neues Objekt was beobachtet wird und die Bilder davon verglichen werden.

Zusätzlich gibt es noch Forschungsprojekte des Seti Instituts, wie das finden von Ego-Planeten oder Kometen.

Diese Woche wird Messier 13 – Herkuleshaufen gesucht und man kann sich darüber informieren. Es handelt sich um einen Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules.

M13 ist der hellste Kugelsternhaufen am Nordhimmel und wurde schon 1714 von dem englischen Astronomen Sir Edmond Halley entdeckt. Er ist etwa 25.100 Lichtjahre von der Sonne entfernt (die Angaben schwanken zwischen 23.000 und 26.000 Lj), hat die 300.000-fache Leuchtkraft der Sonne und einen Durchmesser von 150 Lichtjahren.

Sternenhimmel Brachwitz 05.04.2020

In den letzten Tagen im Jahr 2019 konnte ich das eVscope erstmalig testen.

Nun, über 3 Monate später, kam das Teleskop wieder zum Einsatz. Erstmal musste ich mich mit der Technik wieder vertraut machen, doch schon nach kurzer Zeit hopste das eVscope von Himmelsobjekt zu Himmelsobjekt.

Die Bedienung ist absolut komfortabel und die Ergebnisse sind für die kleine Größe des Teleskops beachtlich.

Das macht Spaß, aber seht selbst.

News vom eVscope

Wie sieht es aus mit der Entwicklung des eVscope?

Derzeit werden die ersten Prototypen der Serienfertigung getestet. Sowohl in Europa, als auch in den USA. Das Hauptaugenmerk liegt im Zusammenspiel der Serienkomponenten und wie diese, die hohen Qualitätsansprüche erfüllen können.

Eine Schlüsselkomponente des Teleskops ist der Hauptspiegel. Die Test werden sowohl bei sommerlichen Temperaturen, wie auch bei sehr kalter Witterung durchgeführt. Gerade die Wintermonate sind optimal für die Beachtung von Sternen, da in kalten Nächten der Himmel am klarsten ist.

Hier zeigten sich erste Probleme mit dem Hauptspiegel bei sehr kalten Temperaturen. Deswegen wurden zwei weitere Spiegelhersteller getestet und der Spiegel mit den besten Ergebnissen für das eVscope ausgewählt.

Auch die Ausrichtung der Achse des Teleskops (Kollimation) wird im eVscope nicht nur im Werk eingestellt, sondern kann später, aufgrund eines völlig neuen Spiegelhalterdesigns, auch vom Endnutzer ganz einfach überprüft und nachgestellt werden.

Auch das Fokussiersystem arbeitet extrem gut und wird dem Nutzer viel Freude bereiten.

Viele Komponenten müssen noch getestet werden und Standart erfüllteren. Eine wichtige Hürde ist das EMC, welches das Gerät auf elektromagnetische Emissionen und Interferenzen testet.

Für alle, die in der Kampagne nicht einsteigen konnten wird ein Vorverkauf wird in den USA und Europa gestartet. Diese Geräte werden dann Ende 2019 ausgeliefert.

Bei einem Test am Neon Museum der Las Vegas Astronomie Gesellschaft wurde vom eVscope bei meist wolkigem Himmel in nur 40 Sekunden dieses Bild vom Orionnebel aufgenommen.

News vom eVscope

Wie sieht es aus mit der Entwicklung des eVscope?

Diese Frage treibt viele Interessenten der Sternwarte Brachwitz um. Nun gibt es Neuigkeiten. Nach vielen Tests und Änderungen wurde vor wenigen Tage der erste Prototyp, des fertigen eVscope auf Kickstarter gezeigt. Der Prototyp für die Massenfertigung ist der finale Schritt in diesem Abschnitt. Alle wichtigen Dinge sind implementiert und das Gehäuse ähnelt nun dem ursprünglichen Entwurf. Der Primärspiegel wurde zuletzt nochmals angepasst, wie auch das Stativ. Nun ist dieser Prototyp fertig für einen Echten Härtetest. Neben Kalifornien, sind auch Tests in New York und Marseille geplant. Immer wird das eVscope im Rucksack reisen und vor Ort, direkt im lichtverschmutzten Stadtkern getestet. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse und die Erkenntnisse für die Endfertigung. 

Mathias Hoßbach – Sternwarte Brachwitz

Sternenhimmel über Brachwitz

Sternenhimmel über Brachwitz

Es ist wieder kalt draußen, was bedeutet, dass der Sternenhimmel über Brachwitz deutlich besser erkenntlich ist. Schon komisch, im Sommer, wo man bei lauen Temperaturen den Himmel beobachten kann, verursachen Wärmestrahlung und andere Störquellen eine deutlich schlechtere Sicht, als im kalten Winternächten.

Was bedeutet das? Das einzig sinnvolle Equipment ist Thermounterwäsche!

Nun wird es noch rund 12 Monate dauern, bis das in Brachwitz ein eVscope stehen wird. Bis dahin heißt es, wir beobachten mit dem bloßem Auge, schulen unsere Orientierung am Himmel und genießen die Vorfreude.

eVscope wir sind dabei

eVscope wir sind dabei!

Die Sternwarte Brachwitz setzt auch zukunftweisende Technik und beteiligt sich an er Entwicklung des eVscope der Firma UNISTELLAR.

Es wird den Blick auf den Sternenhimmel verändern und deswegen sind wir ganz vorne mit dabei.

Der Sternhimmel über Brachwitz ist einzigartig und wird durch dieses Teleskop noch interessanter.