Der Mond, Jupiter und andere Schönheiten am Sternenhimmel über Brachwitz

Es ist Ende Februar und die Sternensaison ist weit vorangeschritten. Seit langem gab es mal wieder einen sternenklaren Himmel. Deswegen raus mit dem evscope in den Garten. Ausgerichtet und justiert. Als erstes ging es zum Jupiter. Ich habe 2 Bilder gemacht. Auf dem ersten sieht man den Jupiter, aber aufgrund der Belichtung verschwinden seine Monde.

Dann habe ich die Monde sichtbar gemacht. In der Einstellung leitet der Jupiter wie ein Stern. Es sind nur die 4 größten Monde Io, Europe, Kaymed und Kalisto zu sehen. Insgesamt sind über 80 Monde bekannt.

Auf dem nächsten Bild seht ihr unseren treuen Begleiter – den Mond. Man kann die Krater der Mondoberfläche gut erkennen.

Mein Lieblingsobjekt zeigt folgendes Bild. Es ist der Orionnebel im gleichnamigen Sternbild. Es ist eine sehr aktive Region in der Sterne entstehen. Er ist 1,344 Lichtjahre von uns entfernt. Das Abbild auf dem folgenden Foto ist also Ende Oktober 2024 entstanden.

Außerdem habe ich noch zwei bemerkenswerte Galaxien aufgenommen. Die Zigarrengalaxie, sie heißt so, weil sie auch ein wenig so aussieht. Und die Whirlpool-Galaxie. Die Zigarrengalaxie ist 18500 Lichtjahre entfernt und beinhaltet ca. 2 Milliarden Sterne. Sie gehört zum M81 Galaxienhaufen im Sternbild Großer Bär.
Die Whirlpool-Galaxie ist noch weiter weg. Rund 31 Millionen Lichtjahre ist sie von der Erde entfernt und beinhaltet ca. 100 Milliarden Sterne. Sie hat eine ausgeprägte Spiralstruktur.

Zum Abschluss noch einen besonders schönen Stern – Sirius. Er ist der hellste Fixstern am Nachthimmel.

Der Februar…

Der Februar...

Der Februar…

…bildet den Übergang zwischen Winter und Frühling. Im klimatologischen Mittel ist er in Deutschland milder, aber auch schneereicher als der Januar. Eine bekannte Februar-Wetterregel lautet: „Ist’s zu Lichtmess mild und rein, wird’s ein langer Winter sein. Wenn es aber stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit.“

… (lat. februare = reinigen) wurde nach dem antiken Reinigungsfest benannt und war ursprünglich der letzte Monat des altrömischen Kalenders. Aus diesem Grunde erhielt er die zum Abgleich des Kalendariums mit dem Sonnenstand notwendigen Schalttage angehängt. Seit 153 v. Chr. ist Februar der zweite Monat des Jahres, infolge der Augustinischen Kalenderreform im Jahre 8 n. Chr. verlor er einen Tag an den August und besitzt seitdem in Gemeinjahren 28 und in Schaltjahren 29 Tage. Finanztechnisch hat der Februar übrigens, wie jeder andere Rechnungsmonat auch, 30 Tage, so dass Zinsabrechnungen zum 30. Februar nicht unbedingt eine Narretei sind.

Ein altdeutscher Name für den Februar ist Hornung, weil die reifen Rothirsche beginnen, ihre Geweihe („Gehörne“) abzuwerfen. Weitere gebräuchliche Namen waren Schmelzmond, Taumond (schließlich geht der Winter zu Ende und ggf. schmelzen Eis und Schnee) oder Narrenmond. Letztere Bezeichnung ergibt sich daraus, dass, um die Dämonen des Winters zu vertreiben, in alter Zeit Vorfrühlings- und Fruchtbarkeitsrituale abgehalten wurden, die als Karneval, Fastnacht oder Fasching in die Moderne überliefert wurden.

Unter http://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2018/02/10.html finden Sternfreunde eine vom Kosmos-Verlag, Stuttgart, publizierte Darstellung des Firmaments im Februar 2018. (Wenn man im Freien senkrecht empor blickt, schaut man zum Zenit und wenn man sich in Meridianrichtung nach Süden orientiert, hat man linker Hand die östlichen und rechts von sich die westlichen Himmelsrichtungen.)

Beispielsweise hängt das „Winter-Sechseck“ im Februar hoch am Süd- und Südwesthimmel. Diese Konstellation besteht aus den Sternen „Kapella“ im Sternbild Fuhrmann, „Aldebaran“ im Sternbild Stier, „Rigel“ im Sternbild Orion, „Sirius“ im Sternbild Großer Hund, „Prokyon“ im Kleinen Hund und nicht zuletzt „Pollux“, dem hellsten Stern in den Zwillingen. Im Südosten steht bereits der Löwe als astronomischer Frühlingsbote bereit.

Im Laufe des Februars wird die unaufhaltsame Ankunft des Frühlings deutlich wahrnehmbar: in 50° nördlicher Breite, beispielsweise in Frankfurt am Main, verlängert sich der lichte Tag um gut anderthalb Stunden, in diesem Jahr von 9 h 19 min zu Monatsbeginn auf 10 h 54 min am Monatsende. Im klimatologischen Mittel ist der Februar milder, aber auch schneereicher als der Januar.

Der 2. Februar (Mariä Lichtmess – endgültiges Ende des Weihnachtskreises und Beginn der Fastenzeit) hat eine für Mitteleuropa statistisch gut belegte, prognostische Kraft in Form einer Wetterregel. Diese lautet „Ist’s zu Lichtmess mild und rein, wird’s ein langer Winter sein. Wenn es aber stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit.“

Unser diesjähriger Februar startete unter Einfluss eines absterbenden Sturmtiefs – das mit seinem Zentrum vom Nordmeer über Südskandinavien hinweg in den Ostseeraum zog – unbeständig, frostfrei und vor allem in der Nordhälfte Deutschlands windig.

Mild war es also, allerdings zeigte sich der Himmel vielerorts trüb, den Sturm hatten wir zumindest in den Gipfellagen des Berglandes sowie an der See und es fiel gelegentlich auch etwas Schnee. Das klingt irgendwie nach „Anything goes…“ – lassen wir uns doch einfach überraschen was der restliche Februar noch in petto hat, Frühlingserwachen oder ein spätwinterliches Intermezzo? Schönen Sonntag!

Dipl.-Met. Thomas Ruppert

Deutscher Wetterdienst Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach, den 10.02.2018

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